wurde in den Siebzigern des letzten Jahrhunderts in Europa aus Asien eingeschleppt. Es handelt sich hierbei um eine Milbe die der Biene während ihrer Entwicklung stark Schäden zufügt.
Von daher ist es sehr wichtig den Milben Bestand im Bienenvolk so gering wie möglich zu halten.
Das Milbenweibchen schlürft zu der Bienenmade in die Zelle kurz bevor die Bienen die Brutzelle mit Wachs verdeckeln. In der Entwicklungszeit von der Bienenmade zur Biene werden eine männliche Milbe und bis zu fünf weibliche Milben gezeugt. D.h. in dem Entwicklungszeitraum einer Biene können sich bis zu fünf neue Varroamilbe entwickeln.
Durch die Varroamilbe werden den Bienenkörper Verletzungen zugefügt da die Milben vom Blut der Bienen leben. Dies führte dazu dass Krankheitserreger direkt die Blutbahn der Bienen gelangen. Die geschwächt Bienen haben einen verkürzten Lebenszyklus was bis zum Absterben des gesamten Bienenvolkes führen kann.
Unser Konzept um dem entgegenzuwirken und das Bienenvolk zu unterstützen ist:
1. Drohnen Brut ausschneiden ab März April bis Ende Juni. Hierzu verwenden wir ein spezielles Bienenrähmchen welches von Herrn Armin Spürgin entwickelt wurde. Dieses ermöglicht uns mit sehr geringem Zeitaufwand alle 21 Tage je Rähmchen mehrere 1000 Vorroamilben aus dem Volk zu entfernen.
2. Anfang Juli werden die Völker auf neue Mittelwände gesetzt und mit 15-prozentiger Milchsäure behandelt. Hierdurch vermindern wir den Milbenbestand gegen null. Die Bienenbrut wird zusammen geführt und schlüpfte in den folgenden drei Wochen. Mit den geschlüpften Jungbienen bilden wir neue Völker mit einer neuen Königin. Auch diese werden mit Milchsäure behandelt. Wichtig ist dieses Anfang Juli durchzuführen da ab Mitte Juli die erste Winter Bienen ausgebrütet werden.
3. Im August, September überprüfen wir unsere Völker mit der Puderzuckermethode auf Varroabefall. Gegebenenfalls werden die Völker entsprechend nach behandelt.
4. in der brutfreien Zeit November, Dezember oder auch Januar werden die Völker nochmals behandelt.
Ohne diese Maßnahmen hätte das Bienenvolk in unserer Region keine Überlebenschance.